Schaffhauser Nachrichten 3. Oktober 2016
 
 

Ein Gamaret-Winzer aus der Waadt im Land des Blauburgunders:
Guy Parmelin, Vorsteher des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und
Sport  (VBS), besuchte am Wochenende die Ausstellung im Museum im Zeughaus und
liess sich die Sammlung von Panzern und anderen Armeefahrzeugen in der alten
Stahlgiesserei zeigen. Zudem nahm sich der Bundesrat bei einem Apéro Zeit für
persönliche Begegnungen mit der Bevölkerung
 

Parmelins Vortrag «Schläge einstecken – und reagieren können»
Es war der erste offizielle Besuch von Guy Parmelin als Bundesrat in Schaffhausen. Der Vorsteher des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) zeigte sich beim  Rundgang durch die Ausstellung «Mobilmachung» im Museum im Zeughaus an der umfassenden Sammlung an historischen Fahrzeugen und Panzern im Mühlental sehr interessiert. «Es ist eine Freude, diesen Tag nördlich des Rheins und dennoch auf Schweizer Boden verbringen zu können», meinte Parmelin bei seiner Ansprache. Gleichzeitig aber hätte die jüngste Vergangenheit gezeigt, wie nahe Freud und Leid beieinanderlägen. Die drei Todesopfer aufgrund des Absturzes der F/A-18 am Susten sowie des Super-Pumas von letzter Woche hätten diese traurige Realität aufgezeigt.
Den Fokus seiner Rede legte der Verteidigungsminister sodann jedoch auf die kommenden Herausforderungen, vor allem im Bereich der Armee. «Bereit sein, das Land und die Leute zu schützen» stehe im Mittelpunkt seines Aufgabenbereichs. Auch im Hinblick auf ein sich immer schneller wandelndes Umfeld müsse die Armee bereit sein, um handeln und reagieren zu können. «Wir müssen immer mehr darauf vorbereitet sein, dass mehrere Bedrohungen zusammen auftreten, sei das zufällig oder gewollt herbeigeführt.» Daher müsse man mit einer zunehmenden Komplexität möglicher Szenarien rechnen. «Wir müssen Schläge einstecken können und danach in der Lage sein, darauf zu reagieren», zog er daraus seine Schlüsse. In diesen Zusammenhang stellte er auch die Weiterentwicklung der Armee (WEA), welche ab 2018 umgesetzt wird. Nicht passives Abwarten, sondern aktives Adaptieren und Voraussehen müssten in den Vordergrund gestellt werden. Diesbezüglich zeigte er sich auch erleichtert, dass das neue Nachrichtendienstgesetz vom Volk angenommen wurde. «Die Massnahmen werden sich so nicht nur auf militärische Einsätze konzentrieren, sondern auch den materiellen Aspekt sowie den Cyberraum mit einschliessen.»(chm)